Die Frau mit der Plus-Tüte

Juni 27, 2010 by · Leave a Comment
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Recht am Anfang in Japan habe ich ein paar mal Damen mit Plus-Tüte rumlaufen sehen. Meine Vermutung lag bei Souvenir aus dem Deutschlandurlaub. Ein paar Wochen später war ich dann auf Odaiba im „Venus Fort“, einem Shopping Center, und habe an einem Stand viele „european Eco-Bags“ entdeckt. Die Plustüte war dann auch das teuerste Exemplar mit fast 2000 Yen (grob 20 Euro) für eine Tüte. Da in Japan niedliche Figuren oder Maskottchen sehr beliebt sind – man sieht kaum eine Werbung ohne – scheint Plus mit seinem Auftritt echt was gelungen zu sein :). Wenn die Gute jetzt noch wüsste, wie thrashig sie aus deutschen Augen damit aussähe ^_^

Japan, Japan, Japan

Juni 21, 2010 by · 2 Comments
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Sitze gerade im Flugzeug und schreibe den Eintrag vor. Meine Zeit in Japan ist also vorbei. Während ich am ersten Tag in Japan noch gedacht habe: „Toll, das ist ja wie im Flugzeug hier“, wenn ich vor einem Essen ein warmes Handtuch gereicht bekommen habe, denke ich jetzt hier bei unserer glorreichen Lufthansa leider nicht an Japan. Deutscher Service ist leider keine Messlatte und nicht vorhandene Monitore bei Interkontinentalflügen… Nun gut. Auf jeden Fall hat man als Europäer mehr Platz in Japan als in den Sitzen hier.

Japan. Japan. Japan. Ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll vor Begeisterung, Respekt und einer unerklärbaren Verbundenheit für dieses Land. Ich hätte echt da bleiben können. Dieses Land ist unwahrscheinlich schwer zu erklären, steckt am Anfang voller Widersprüche und Ungereimtheiten. Aber die Freundlichkeit, das umwerfende Essen (Ich könnte echt grad ne Bento gebrauchen 🙂 ), alles. Ich habe mich in dieses Land verliebt.

Von meiner Wunschliste durfte ich, bis auf ein Fugu-Essen und die Yamazaki Destillerie, Alles erleben. Hakone war ein absolutes Erlebnis. Leider war auf Grund von starken Wolken Fuji-san nicht sichtbar. Diese Wolken sollten aber später für ein absolut geniales Erlebnis sorgen. Als wir oben in den Bergen auf den Schwefelfeldern über einem teilaktiven Vulkan waren fing es noch an zu schneien.

Kobe Beef war ebenfalls ein Erlebnis. Sehr fettdurchsetzt. Geschmacklich nicht ganz weit oben auf meiner Liste, aber das drumherum war genial. Für unsere kleine Gruppe gab es einen eigenen Grillmeister, der das Fleisch während dem Grillen so zurecht schnitt, dass man alles mit Stäbchen essen konnte. Die Grillplatte war dabei zeitgleich auch unser Tisch. Und Matcha–Eis zum Nachtisch macht jedes Essen perfekt.

Der Onsenbesuch verdient seinen eigenen Blogeintrag und dass nicht nur wegen 10 m hoher Dämonenstatuen 🙂 – genauso wie der Eintrag über japanischen Whisky. Nach dem Besuch der Zoetroppe Bar in Shinjuku wurde mir der Besuch der Hakushu Destille über den Besuch der Yamazaki Destille empfohlen. Der spätere Besuch der Nikka Yoichi Destille hat dann aber auch noch weitere Teile des Spektrums japanischer Whiskykultur abgedeckt.

Fresh Sashimi gab es dann auf Tsukiji – dem größten Fischmarkt der Welt. Wir haben uns Maguro – Thunfisch – geholt, der so frisch war, dass die abgetrennten Köpfe, fein säuberlich in einer Reihe aufgestellt, noch geatmet haben. Es geht wohl noch frischer, da darf man dann direkt die Fischstückchen mit den Stäbchen aus dem zuckenden Fisch nehmen 🙂

Obdachlose

Juni 18, 2010 by · Leave a Comment
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Nachdem ich die letzten 4 Monate eignetlich fast so gut wie gar keine Obdachlosen in Japan bemerkt habe, hat der Begin der Regenzeit die U-Bahn Stationen doch merklich zu einem Zuschlupf lassen werden. In Mitsukoshimae auf der Ginza Line – die UBahn Station mit den goldgefärbten Rolltreppen unter dem Edelkaufhaus – waren heute einige. Was mir jetzt aber vor allem aufgefallen ist:

  • Es wird nicht gebettelt. Kein Schild, keine Mütze mit Münzen. Es muss wohl ein gutes System an Suppenküchen und Unterkünften in Tokyo geben.
  • Auf den Bänken saßen friedlich nebeneinander die edelst angezogenen Damen auf Shoppingtour dicht an dicht mit den Obdachlosen
  • Diejenigen, die auf Pappkartons saßen, hatten ihre Schuhe feinsäuberlich vor dem Karton hingestellt. In Japan wird halt vor dem Betreten der Wohnung die Schuhe ausgezogen. Anscheinend bewahrt man sich hier selbst in der misslichsten Lage hier noch Anstand.

Nackte Haribo Maenner

Juni 16, 2010 by · 1 Comment
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Zur Zeit haben wir hier in der Firma wieder Besuch aus Deutschland und in der Teekueche liegt eine grosse Packung Haribo Phantasia aus. Vor ein paar Minuten ist eine japanische Kollegin zu mir gekommen und fragte: “ Why are there naked men in the bag? All the others are so cute animals, so why naked men?

Ich habe versucht es mit einem Teufel zu erklaeren ^^ Hat irgendjemand eine bessere Erklaerung? Ich bitte um Hilfe, ich moechte schliesslich nicht, dass Deutschland jetzt als das Land der perversen Fruchtgummis gilt 🙂

Japanese Beer

Juni 15, 2010 by · Leave a Comment
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Ich trinke ja gerne mal ein Microbrew. Nach meinem Ausflug nach Hokkaido und dem Sapporo Beer Museum ist mein Interesse an den japanischen Braukünsten erweckt. Weiterhin haben mich ein paar glückliche Google-Suchen nach dem nächsten Postoffice auf eine Seite mit Biersorten gebracht. Der örtliche Spirituosenladen hatte dann in einer Ecke auch eine gute Auswahl und so standen für ein Abend harter Arbeit 12 verschiedene Biere bereit:

Also haben wir (R, Y, A) uns bewaffnet mit Excel und Foto an die Dokumentation der japanischen Braukunst gemacht. Zur Unterstützung gab es etwas Sushi 🙂

Yona Yona Ale Yoho Brewing 5,5%
  • R: Fruity, Bitter
  • Y:Mango & Orange
  • A: Fresh, Sweet, slighlty hoppy
Koshihikari Echigo Land Brauerei Echigo-Bräu 5%
  • R: Fruity, Bitter
  • Y:Mango & Orange
  • A: Fresh, Sweet, slighlty hoppy
Weizen Ginka Kogen Beer 5%
  • R: Yeasty flavour with banana
  • Y:Banana beer, tastes like Space beer, cool package
  • A: Banana nose, tastes nearly exactly like Paulaner
Pale Ale Ginka Kogen Beer 5%
  • R: not fizzy, fruity, bit sweet
  • Y: tastes like yebisu black
  • A: slightly fruity, rich and malty, slight hoppy aftertaste, honey aftertaste
Organic Premium Beer Land Brauerei Echigo-Bräu 5%
  • R: sounds good, no big flavour, dry
  • Y:ordinary
  • A: easy taste, quite hoppy, most boring of all beers
Ruri (blue can) Coedo 5%
  • R: tastes blue, salty, little fizzy
  • Y:normalish, little bit bitter
  • A: hoppy nose, tastes musky
Red Ale Land Brauerei Echigo-Bräu 5,5%
  • R: cherry beer
  • Y:red, looks good, smells good, happy to drink
  • A: sweet, pineapple nose
Pilsner Land Brauerei Echigo-Bräu 5%
  • R: –
  • Y: normalish
  • A: good old standard pilsner beer
90 Day Stout Land Brauerei Echigo-Bräu 7%
  • R: sparkling coffee
  • Y: coffee & soy sauce smell. It doesn’t taste as thick as it looks
  • A: sweet, coffee, slightly bitter
Kyara Coedo 5%
  • R: tastes like tomato
  • Y: tastes like beer, not quite normal, but normal
  • A: second on the tomato. Sweet. Nearly no hops
Beer blonde Land Brauerei Echigo-Bräu 5%
  • R: fruity again, punchy beer, good partner for salty chips
  • Y: thumbs up, its good. Decent taste
  • A: tangy, passionfruit yeast, nearly no hops.
Komugino Beru Ginka Kogen Beer 5%
  • R: yeaty, slightly smoky banana skin
  • Y: apply, banana beer
  • A: Fruity Weizen, can feels nice, unfiltered

Zusammenfassend: Japan hat echt leckeres Bier 🙂

Open job on beautiful island

Juni 13, 2010 by · Leave a Comment
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Fish shouldn’t smoke

Juni 11, 2010 by · Leave a Comment
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Space Coffee

Juni 4, 2010 by · Leave a Comment
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Man sollte ja ab und zu ein bisschen Abwechslung in seinen Tagesrythmus reinbringen. Heute habe ich einen neuen Kaffeeladen ausprobiert, der mir gestern empfohlen wurde: UCC.  Und ich dachte – ich koennte hier in Japan Kaffee bestellen. Das erste mal, dass ein Coffeeshop ueberhaupt keine englischen Untertitel hat und auch das Personal nicht das kleinste Wort Englisch spricht, aber gut – davon laesst man sich ja nicht aufhalten 🙂 Schliesslich konnten Hoehlenmenschen auch ohne Sprache kommunizieren. Bechergroesse gezeigt und blind irgendwas auf der Kreidetafel angetippt 🙂

Und dann ging es richtig los. Vorher war mir die Kaffeebar noch nicht aufgefallen. Ein Design, dass irgendwo zwischen Steampunk und Cupertino liegt. Eingefasst in Holz und Messing stehen auf einem strahelnd weissem Induktionsfeld viele kleine Glassballons. Nach einer kurzen Handbewegung der Bedienung erschien ein oranges Leuchten und faerbte das jetzt kochende Wasser. Nach einer kurzen Zeit wurde ein mit Kaffee gefuellter Glaskolben in einen zweiten Ballon gesetzt und dieser dann mit dem heissen Wasser uebergossen und der Bruehvorgang von leuchtendem Wasserdampf begleitet.

Ich glaube ich habe eine Kaffebar fuer Jean-Luc gefunden.

Island culture…

Juni 2, 2010 by · Leave a Comment
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Ich habe ja in einem fruehren Posting schon mal auf die Aehnlichkeit von zwei bestimmten Inselkulturen – der britischen und der japanischen hingewiesen. Nach laengerem Aufenthalt und einem dramatischen Umschwung des Wetters zu viel Sonnenschein habe ich einige neue Punkte fuer meine Liste.

  • Die noerdlichen Gebiete machen herrvorragenden Whisky und weisen eine hohe Population an Schafen auf.
  • Schiefe und schlechtgepflegte Zaehne sind keine Seltenheit
  • Der allgemeine Hautton entspricht der Nuance „Vampir“ (in Japan schuetzen sich die Damen zusaetzlich mit schwarzen, spitzenbesetzten Sonnenschirmen vor der Sonne)
  • Der Alkoholkonsum hat aehnlichen Umfang – durch ein  gesetzes Zeitlimit versucht man in moeglichst kurzer Zeit moeglichst grosse Mengen zu vernichten. („last order“ der britischen Pubs – gegenueber einer auf 2-3 Stunden festgelegter Nomikai Flatrate der Japaner)
  • Man zeigt in der Oeffentlichkeit keine Gefuehle (Stiff upper lip bzw. dauerndes Laecheln)

Zu beachten ist natuerlich, dass dies keine stereotypischen Verallgemeinerungen sind, sonder zu 100% und ohne Aussnahme auf alle Einwohner beider Inseln angewandt werden koennen.