Excalibur – The flop opera

Januar 24, 2010 by
Filed under: Allgemein 

Heute war ich in Frankfurt in der Festhalle. Da lief „Excalibur – The Rock Flop Opera“. Wo soll ich anfangen? Es gab kein Äppler in der Festhalle. Mitten in Frankfurt. Hallo? Dafür aber das 0,2l Glas Champagner für 12,50€. Da lob ich mir doch ein Bier. Altersdurchschnitt dürfte irgendwo in der Nähe der 50 gelegen haben. Schnauzbartanteil – Isnochys, du hättest Dich wie auf deiner Weihnachtsfeier in Dresden gefühlt. Mittendrin auch ein paar Gewandete und Jüngere.

Aber gut, die Musiker waren – bis auf Corvus Corax – auch eher Jahrgang ’50 als 1984.

Die Festhalle verdunkelte und wir wurden obligatorisch darauf hingewiesen unsere Handys auszuschalten. Zusätzlich wurde untersagt mit Blitz zu fotographieren – die Pferde würden darauf nicht so gut reagieren. Dass die Halle dann von gewaltigen Lichtblitzen erhellt wurde, während mal für 20 Sekunden 2 Pferde durch die Halle tapsten, nun ja 😉

Der Anfang der Show war richtig gut. Das hat gerockt. Was ich nicht verstanden habe war diese große Leinwand hinter der Bühne. „Athmosphäre“ sollte diese wohl erzeugen – ich wundere mich immer noch was Wellen und Wasserplätschern jetzt genau zu bedeuten haben. Allgemein hat diese Leinwand konstant nur abgelenkt. Dann wurde die Musik mau – für die nächste Stunde. Es gab keine richtigen Highlights, die Bühne wurde überbevölert mit Musik, Schauspielern, Tänzern, Akrobaten. Man wusste nicht wo man hingucken sollte. Zum Teil echt gute Leistungen – aber einfach zu viel.

Dann die Sache mit den Kostümen. Zum Teil echt super – zum Teil naja. Köng Artur hatte diese Lederhose an mit einem gestrickten Etwas, dessen Annahme ich von meiner Oma verweigert hätte. Oder diese ?Echse – Kennt Ihr die Folge vom A-Team wo Hannibal sich als Godzilla verkleidet?

Das Ganze war einfach so nichtssagend. Der Erzähler, der am Anfang richtig gut Stimmung gemacht hat, versucht irgendwann lustig zu sein. Vielleicht hatte er Sir Spamalot als Vorbild gehabt – aber er war einfach nicht lustig. Es war klamaukig – und wirkte irgendwie armselig. Überzeugend fand ich allerdings die Stelle, wo er einschlief – danach war mir auch zumute.

Dann waren da die Special Effects. Feuer, Rauch und andere Visuals. Nicht im Rythmus der Musik – aber das waren die Tänzer auch nicht. Sondern einfach möglichst viel und möglichst hell. Schütten wir doch einfach mal 5kg Effekt drauf, dann finden es die Leute auch noch toll.

Arghs. Inkosistent. Durch und durch inkonsistent. Zum Teil herrvorragende Einzelleistungen. Corvus Corax haben teilweise (die 2 Stücke, die sie hatten) echt gerockt. Die Musiker haben super Soli hingelegt. Die Akrobaten haben Bewegung reingebracht. Und dann hat jemand einfach zu viel auf die Bühne gepackt – als würde ich ein Souffle unter Ketchup verschütten. Ich weiß immer noch nicht, was ich da gerade gesehen habe. Es war zuviel, es war inkonistent, es war langweilig. Gnar. Hier wurde keine Musik gewürdigt, hier hat man versucht es allen Recht zu machen.

#ratiofail 🙁

Comments

One Comment on Excalibur – The flop opera

  1. Simon on So, 24th Jan 2010 22:48
  2. Diese A-team Folge war übrigens der Pilot 🙂 grandioses Kino!!

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