Takeda Hamono

April 28, 2010 by
Filed under: Allgemein 

Wie schon vor einigen Tagen, wenn nicht gar Wochen geschrieben, habe ich mir ja ein japanisches Messer geleistet. Zuerst wollte ich ja ein Messer mit einer Klinge aus Damaszener Stahl haben. Ein Arbeitskollege, der sich sich sehr gut mit Messern auskennt, riet mir aber davon ab. Schlecht sind diese Klingen auf keinen Fall. Sie sind aber rostfrei. Um die Messer vor Rost zu schützen muss man den Stahl allerdings mit Chrom vermischen. Da der Chromanteil mindestenst 10,5 % betragen muss, macht dies den eigentlichen Stahl weich. Im Alltag bemerkt man dies nicht und es bietet auch Vorteile, wie z.B. dass man es in der Spülmaschine säubern kann.

Aber ich wollte ja kein Alltagsmesser, sondern etwas besonderes. Also sind wir zu einer Ausstellung des Schmiedes Takeda gegangen, der seine Messer aus einer Art Carbon Stahl herstellt. Zudem sind alle Messer handgefertigt und absolute Unikate. Der kleine Nachteil ist aber, dass es leicht rostet. D.h. mal kurz einen Apfel schneiden und danach das Messer liegen lassen würde innerhalb einer halben Stunde für ordentliche Verfärbungen am Messer führen. Deshalb muss es immer mit Wasser gereinigt werden und regelmäßig mit Tsubaki-Öl  (Eine Art Kamelie – traditionell das Öl, mit dem die Sumo-Ringer ihre Haare richten) oder einem anderen reinem, pflanzlichen Öl, das nicht fettet, eingerieben werden. Zusätzlich habe ich noch einen Schleifstein, der von dem Schmied für seine Messer entwickelt wurde, erworben. Schließlich soll das Messer ja auch so scharf bleiben, dass über die Klinge fallendes Papier zerschnitten wird.

Als erstes richtiges Essen gabs es dann natürlich ein schönes Stück Fleisch für das Messer 🙂

Comments

One Comment on Takeda Hamono

  1. Badshaa on Do, 29th Apr 2010 10:47
  2. Cool! Und was hat der Spaß gekostet? Stelle mir vor, dass es nicht ganz so günstig ist oder?

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